Über

Wer ich bin - gute Frage. Bin nicht sonderlich erfahren im Umgang mit dem netbook, weswegen ich diese Vorstellung nun zum zweiten Mal schreibe, was die Sache nicht besser macht. Ich interessiere mich für das Leben der Menschen und ihr Wesen, und über die Merkwürdigkeiten und sonstigen Aufreger schreibe ich auch, was ich lese oder mir begegnet. Und ich hoffe, dass es noch mehr neugierige Menschen wie mich gibt, die meine Kommentare zu unserer Welt lesen und ihrerseits kommentieren.

Alter: 68
 


Mehr über mich...

Als ich noch jung war...:
war ich entschlossen, gluecklich zu werden. Im Grossen und Ganzen habe ich das auch geschafft.

Wenn ich mal groß bin...:
Dafuer ist es zu spaet - ich wachse nicht mehr.

In der Woche...:
ist jeden Tag was los und am Wochenende auch - was sonst?

Ich wünsche mir...:
dass die Dummheit nicht dauernd so aufdringlich siegt und die Leute kapieren, dass viele Daten nicht automatisch klug machen. Denken ist eine feine Sache.

Ich glaube...:
dass die Welt ein besserer Ort werden kann, wenn jeder Einzelne sich jeden Tag anstrengt, ein guter Mensch zu sein.

Ich liebe...:
meine Familie und das Leben.

Man erkennt mich an...:
meiner Sturheit.

Ich grüße...:
jeden, den ich kenne und manchmal auch Fremde, die mir sympathisch sind.



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Blog

Patriotische Griechen

Mit Erstaunen höre ich dieser Tage, dass der Rüstungshaushalt des vom Staatsbankrott bedrohten Griechenlands größer ist als der deutsche, mit mehr Soldaten und mehr militärischem Gerät, als die Bundeswehr es sich leistet, und dass natürlich deutsche Rüstungskonzerne zu den Hauptlieferanten gehören. Nötig sei das alles, weil sich Griechenland mit dem Erzfeind Türkei - beides NATO-Länder ! - seit Jahrzehnten ein Wettrüsten liefere. Und da Tsipras einen nationalistischen Koalitionspartner hat, muss er sich als guter Patriot fügen und weiterhin für Panzer usw. Geld ausgeben, das er nicht hat. Wenn dann irgendwann deutsche Steuergelder nach Griechenland fließen sollten - noch tun sie das nicht -, sollte der deutsche Steuerzahler sich geehrt fühlen, dass er auf diesem Umweg die deutsche Rüstungsindustrie subventionieren darf.

Doch etwas anderes finde  ich noch merkwürdiger: Griechenland hat ja eine beträchtliche Anzahl von Milliardären, die ihr Geld schon seit 2011 außer Landes schaffen, in Immobilien im Ausland anlegen - so in der Art. Und da frage ich mich doch, wie es um deren Patriotismus bestellt ist. Dass sie so gut wie keine Steuern zahlen - geschenkt in einem Land und einer globalen Kaste, wo dergleichen anscheinend zum guten Ton gehört. Aber wenn die Heimat so in Not ist, könnte man doch ganz generös mal eine oder -  wenn man es nicht ganz so üppig hat - eine halbe Milliarde an die griechische Staatskasse spenden. Ich weiß nicht, wieviel da zusammenkäme, wenn sich alle beteiligen würden. Aber sicher wäre das auch ein positives Signal an die Gläubiger. Und außerdem könnte man wegen der Steuerhinterziehung sein Gewissen entlasten. - Wie? Ach so, Gewissen und Patriotismus sind etwas für Habenichste? Ja, dann -- mögen sie doch an ihrer Gier krepieren.

23.6.15 19:04, kommentieren

"In der Kürze liegt die Würze"

Manche Leute regen sich gern auf, und wenn es sonst nichts gibt, gibt es ja immer noch diese jungen Leute mit ihrer komischen Sprache und den seltsamen Abkürzungen, über die  man sich ärgern kann. Heute Morgen schnappte ich etwas auf, und da wurde mir klar, dass man sich eigentlich über die meisten "Neuerungen" freuen sollte, weil sie ein Beweis für die ungebrochene Vitalität des Deutschen sind.

Szene Marktplatz Melsungen: "Wie  dann?", fragt ein Mann einen anderen, den ich nicht sehen oder hören kann. In Nordhessen ist das die übliche Formulierung für: "Wie geht es dir? Was machst du so?"  Ist das nicht genial,  dieses vielsagende "wie dann?"?! - Anderes Beispiel gefällig? Bitte sehr: "Häh?" oder hochdeutsch "Wie bitte?" bedeutet ausformuliert: "Ich habe dich nicht verstanden. Kannst du das bitte noch mal sagen?" Nach dem gleichen Muster funktioniert auch so was wie: "Ich mach disch Krankenhaus!". Eine komplexe Botschaft, diesmal eine Warnung oder Drohung, wird auf den Inhaltskern reduziert, und der Adressat weiß Bescheid. Auch mit "lol" konnte ich mich anfreunden, seit ich weiß, wofür es steht. Was ich nicht so prickelnd finde, sind nicht aussprechbare Abkürzungen, die - gerade bei SMS oder Twitter - nur aus dem Kontext heraus verständlich sind. Aber was soll's, solange die Adressaten sie verstehen.

Jedenfalls geht das Abendland wegen solcher Spracherweiterungen nicht unter, und seit ich merke, dass merkwürdige Denglisch-Ausdrücke, vor allem im Wirtschaftsleben, zunehmend ironisiert und verspottet werden, bin ich völlig beruhigt: Jede lebende Sprache verändert sich, und solange auch solch wunderbare Ausdrücke wie "tiefbegabt" erfunden und verbreitet werden, sollte sich niemand um das Deutsche Sorgen machen.                                                 

23.6.15 18:33, kommentieren